Herzlich Willkommen

Als Logopädin bin ich ausgebildet eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör- oder Schluckstörung festzustellen und zu behandeln. Aufgrund einer ärztlichen Verordnung diagnostiziere und therapiere ich in meiner Praxis, in manchen Fällen mache ich Hausbesuche. Außerdem versuche ich durch logopädische Beratung Eltern, Erzieher, Lehrer und Interessierte zu informieren und zu unterstützen.

Seit meinem Abschluss zur staatlich anerkannten Logopädin 1996 habe ich mich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Ich besuche viele Fortbildungen und gebe Fortbildungen im Bereich Sprachentwicklung.

 

Wie bekomme ich eine logopädische Verordnung für mein Kind?

Wenn Sie sich Sorgen wegen der Sprachentwicklung Ihres Kindes machen, wenden Sie sich an den Arzt Ihres Vertrauens oder ein Sozialpädiatrisches Zentrum und bei begründetem Verdacht wird Ihnen eine Verordnung Muster 14 ausgestellt. Oft sprechen Sie ebenfalls Erzieherinnen oder Lehrer an oder bei der Vorschuluntersuchung wird ein Förderbedarf bei Ihrem Kind festgestellt.

Auf der Verordnung entscheidet der Arzt über die Anzahl der logopädischen Therapien, die Zeit und die Häufigkeit.

Mit dieser Erstverordnung wenden Sie sich dann an die logopädische Praxis.

 

Welche Ärzte können eine logopädische Verordnung ausstellen?

Kinderärzte, Hausärzte, Phoniater/Pädaudiologen, HNO- Ärzte, Neurologen und Sozialpädiatrische Zentren können Ihnen eine logopädische Verordnung ausstellen.

 

Was passiert dann?

Nach dem Feststellen der Behandlungsbedürftigkeit durch den Arzt erhebe ich eine logopädische Diagnostik, in der ich herausfinde, in welchen Bereichen und Schwerpunkten das Kind Probleme hat bzw. nicht altersgemäß entwickelt ist.

Daraufhin schreibe ich dem Arzt einen Logopädischen Bericht und bespreche das Ergebnis mit den Eltern.

Jetzt entwickle ich einen Therapieplan und wir beginnen die Therapie und ich dokumentiere den Verlauf. Wenn die Termine auf dem Rezept stattgefunden haben, schreibe ich dem Arzt einen Bericht über den Behandlungsstand der Therapie, die Fortschritte und ob eine weitere Verordnung ratsam ist. Daraufhin untersucht der Arzt das Kind ein weiteres mal oder stellt aufgrund des Berichtes eine Folgeverordnung aus und die Weiterbehandlung ist gewährleistet.

Ärztliche Diagnostik

Behandlungsbedürftigkeit mit einer Therapie- Erstverordnung

Logopädische Diagnostik mit Störungsbereichen und Schwerpunkten

Elterngespräch

Logopädische Therapie:

Planung, Durchführung, Dokumentation

Arztbericht

Feststellung der Behandlungsbedürftigkeit, ärztliche Folgeverordnung

 

Welche Kinder können Leistungen zur Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schlucktherapie von der Krankenkasse in Anspruch nehmen?

Nach dem Fünften Sozialgesetzbuch (SGB 5) haben alle Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse Anspruch auf Versorgung mit Heilmitteln (Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie; Physikalischen Therapie; Ergotherapie und Podologischen Therapie).  

 

Was passiert genau in der logopädischen Diagnostik, der Untersuchung und der Therapie in meiner Praxis?

Nachdem Sie telefonisch oder über das Kontaktformular mit mir Kontakt aufgenommen haben, vereinbaren wir einen Termin für die Erstvorstellung. Dabei richte ich mich nach Ihren Terminen und einer guten Tageszeit für den Erstkontakt. Im Anamnesegespräch werde ich Sie zur allgemeinen und sprachlichen Entwicklung Ihres Kindes befragen, herausfinden ob Erkrankungen vorliegen, was Ihr Kind gerne spielt und mit wem und ob es selber bemerkt hat, ob es Probleme hat (Störungsbewußtsein).

Dann ist mir in der ersten Stunde die Kontaktaufnahme mit dem Kind am wichtigsten. Dabei erkunden wir meinen Therapieraum, spielen gemeinsam und kommen ins Gespräch. Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung und meinen Erfahrungen mit meinen eigenen vier Kindern beobachte ich beim ersten Spielen bereits viele Dinge: wie verständigt es sich, wie setzt es seine Stimme ein, wie benutzt es seine sprachlichen Fähigkeiten, wie sieht die Artikulation, der Redefluss, die Grammatik und der Wortschatz aus. Aufgrund dieser Beobachtungen führe ich dann gezielte Tests in den Folgestunden durch, um meinen Verdacht zu bestätigen und einen Therapieplan zu erstellen. Mit Ihnen bespreche ich dann warum eine Therapie notwendig ist oder eine Sprachförderung im Kindergarten ausreicht, was in er Therapie Thema sein wird und wie Sie die Therapie zu Hause unterstützen können. Zum Beispiel bekommt jedes Kind einen Therapieordner von mir und evtl. kleine Hausaufgaben bis zur nächsten Stunde.

Nach der Diagnostik entscheide ich, ob wir direkt Vorgehen oder indirekte Therapieverfahren zum Einsatz kommen. Dies entscheide ich aufgrund des Alters des Kindes und vor allem, ob es sich seiner Störung bewusst ist oder nicht.

Indirektes Vorgehen würde bedeuten, dass wir in Spiel- und Gesprächssituationen arbeiten und die Störung nicht direkt thematisiert wird. Dabei stimme ich Materialien, meine eigenes Therapeutenverhalten und mein methodisches Vorgehen auf die Störung ab. Das Kind wendet die neuen Laute, Wörter oder Sätze in einer Spielsituation an und arbeitet bereits am Transfer in die Alltagssprache. I dem Moment wo das Kind bemerkt, was in der Therapie passiert, wird direkt gearbeitet.

Beim direkten Vorgehen weiß das Kind genau Bescheid worum es geht. Hier plane ich ebenfalls mein Therapeutenverhalten und das methodische Vorgehen und benutze Übungen, die das Kind zu Hause selbständig durchführen kann (Hausaufgaben). Dadurch ergeben sich schnell Fortschritte. Der Transfer in den Alltag erfolgt dann im Freispiel (Puppenhaus, Kaufladen) und in Rollenspielen. Wenn das Kind beginnt sich selbst zu verbessern, auch zu Hause, das sprachliche Fehlverhalten nicht mehr auftritt oder der Redefluss wieder hergestellt ist, gilt die Therapie als erfolgreich beendet.